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// Venezuela | Last Exit 2008


// Intro

Irgendwie stand es bereits im vorigen Dezember fest, dass Silvester endlich einen anderen Anstrich braucht. Bloß wenn ein Jahr bereits viel mehr Reisen enthalten hat als in den Jahren zuvor, dann wird es meistens nicht gerade leicht Co Piloten zu finden. Nunja virtuelle Co Piloten bestimmt, jedoch wenn bereits jegliche Urlaubskapazitäten aufgebraucht sind, gehts einfach in Realität nicht.

Somit ging es mit einer kleinen Special Force von 26.12.08 bis 13.1.2009 nach Venezuela:

Rainzn
Status in Kitesurfing: underwater
Motivation: am board in beiden Richtungen
Das R-Reisetagebuch (für ruhige Stunden und einsame Herzen)

Sylvii
Status in Kitesurfing: last time on the water in 2006
Motivation: Urlaubscamp und Trainingscamp, irgendwie alles camp

Christian
Status in Kitesurfing: schlafender Tiger & Kiteprolo seit 2001
Motivation: mit einem 720er und einem F19 würde Lupo mit mir im Februar 09 nach Kapstadt fliegen!







// Die Anreise

Nachdem der Christbaum niedergesungen und die Geschenke eingestreift waren, begann die Reise nach Venezuela in aller herrgottsfrüh. Erster Startpunkt war Grieskirchen, somit hieß es für Rainzn natürlich um knappe 1 1/2h früher von Liezen zu starten. Startpunkt war um 0:30 mit der offiziellen Verabschiedung mit den Worten von Fr. Bernhard "Wiedersehen Hr. Rainzn", 2h später ein müdes Verabschiedungsszenario und zwischenzeitliche Nachtruhe von 2h am Airport München bis zum check in. Zwischendurch lernte ich Rainers Begleitung kennen, Misses T.P., Ticket brauchte sie keines, nicht mal Rainer wußte davon. nur Sylvia und ich...später dazu mehr.

(nochmal danke für den Autotransfersklavendienst von Hermes & ndb)

Aufgrund der Buchungslage und zusätzlich der späten Buchung vom rainzn (sowie der scheinbare Drang "erster im Hotel zu sein" hatten Sylvia und ich nur bis caracas einen gemeinsamen Flug mit rainzn fix. Rainzn hatte noch einen direkten Anschlußflug ergattert, der sich jedoch nicht lohnen sollte.

Hier die Abflug facts:

airfrance: tolles service da Golfgepäck gratis und beim check in nur Computer Probleme. Sonst echt ok!! Rainzn checkt solo ein und sitzt natürlich irgendwo...(irgendwie hatten wir schon das gefühl dass da mehr kommen wird). Der Wunsch mit Sylvia eine Reihe für uns zu haben wird leider nicht erfühlt, aber mit schlanken Nachbarn lebte es sich sehr gut. Nach einer halben Stunde Verspätung, die wir leider bis Caracas mitnahmen, galt es für Rainzn im Gegensatz zu uns (5h wartezeit auf den anschlußflug) absoluten Stress. Trotzdem fanden wir unseren Rainer Reisewagon am ende der Immigrationsschlange am Flugplatz.

"herst rainer, wennst den fliega dawischen willst geh vor, sonst wird des nix. sog erna, des geht schon!"

Sylvia und ich hatten es dann in dieser Warteschlange für mehr als eine Stunde sehr gemütlich, stehen auf linkem und stehen auf rechtem Bein. Nachdem diese Hürde genommen war, schlug die airfrance wieder wie gewohnt zu! Keines unserer drei Gepäcksstücke war in Caracas angekommen, nach weiteren 40min warten und checksn war dann mal Pause. Dann gemütlich mal bisserl herumspatziert und die schwülen 33 Grad vor dem Flughafen reingesaugt. Ein bisserl dealen mit Bargeld und Wechselkursvergleiche, also die Zeit vergeht schon irdendwie.

Etwa 2h später wie aus dem nichts steht plötzlich Rainer aka Rainzn vor uns mit einem Gesichtsausdruck wie Tom Hanks in dem Film "Terminal" da er den Flug versäumt hat da sein Gepäck auch nicht angekommen ist und alles viel zu lange gedauert hat. Und wie wenn das alles noch nicht genug gewesen wäre, es zusätzlich keine freien Flugplätze an diesem Tag gab. Rainzn inferno! Also alanich in Rhodos, alanich im Fliega, nun auch alanich rein nach Caracas in ein Hotel...vielleicht geht morgen ein Platzal im Flieger auf...ich hoffe wir sehen ihn wieder. (und seine Begleitung T.P.)

Und wenn unser Gepäck mit Rainer ankommen würde wäre es doppelt schön...

Mit einer Stunde Verspätung ging es dann schon a "bissi fertig" nach Porlamar, von diesem Flug haben wir beide eigentlich gar nix mitbekommen. Rein in den Flieger, rein in den schlaf, raus aus dem Schlaf und raus aus dem Flieger. Im Anschluß an die Landung noch mal kurz eine Stunde auf das Gepäck der "anderen" gewartet und nach etwa 30h Reise endlich im Hotel...

Insomnia kennen wir heute bestimmt nicht!








// Rainzn´s Rückkehr

Wo ist er nur der Rainzn? Und wo überhauptzt ist unser Gepäck?

Nach einem tiefen und erholsamen Schlaf begannen wir unseren ersten Tagauf der Insel m it unglaublich leckeren Früchten und traumhafter Aussicht. Also das Frühstück auf unserer Terrasse ist ein absolutes Highlight! Zwischen erster uns zweiter frisch gemachter Waffel überkam uns zwar kurz das schlechte Gewissen, wir ahnten irgendie dass es dem Rainzn zur gleichen Zeit nicht ganz so gut gehen würde wie uns gerade, wir konnten uns denken dass er bereits seit frühmorgens in "terminal" Manier auf einen Flug warten würde, aber....die Waffel waren wirlich gut, und erst die Säfte....einfach traumhaft!

Ja der Tag begann wirklich gut, nur mit meinem T-shirt das ich bereits die 30h unserer Anreise trug war ich nicht wirklich glücklich. Es hatte leider jegliche Morgenfrische verloren und angesichts der Temperaturen, und des Pools der mich permanent zum reinspringen einlud war eines klar: ich muss shoppen! Ohne Bikini, ohne kurzer Short und ohne Trägershirt geht gar nichts! Gedacht, getan, und der erfolgreiche Shoppingausflug mit Christian liess mich vergessen wie sehr ich mein Gepäck vermisste.

Und so waren Christian und ich schon sehr entspannt unterwegs, waren eben einkaufen, guckten uns den kitebeach an und waren bereits unterwegs am gemütlichen groove der isla margarita.

Und dann kam er. Irgendwann am Nachmittag. Er war müde. Er war verschwitzt. Er war gezeichnet von den vielen Stunden am Flughafen. Aber das wichtigste war: Rainzn war endlich da! Die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben, und nach meiner ersten Frage wie es ihm denn hier gefällt, kam ein immer noch etwas gestresstes: "es ist anders wie bei uns zhaus". Aber nach dem ersten gemütlichen Abendessen samt Caipirinhas waren auch Rainzns Reisestrapazen vergessen, und überhauptzt, Rainzn hat zumindest ein Gepäckstück bekommen!  (verfasst v. Sylvia G.)











// 3:1 Wie man es anstellt 3 Caipirinhas zu trinken und nur 1 zu bezahlen

Eine Anekdote von Tag 2 unseres Venezuela Abenteuers:

Man gehe abends mit seiner Freundin und dem Rainzn gemütlich in ein Strandlokal, stelle sich dort locker lässig an die Bar und schlürft genüsslich den ersten drink, also Capirinha Nr1. Man achte darauf stets einen einsam-armen Blick an den Abend zu legen, und sobald man sich an den Tisch setzt nicht den Platz neben der Freundin einzunehmen, sondern neben dem Rainzn. Und dann kommt das ganze ins rollen, denn man schlürft den Cocktail in isotonic tempo, er ist ruckz zuckz leer und schon kann es los gehn.

Die hübsche Dame hinter der bar lässt Cocktail Nr.2 servieren, mit lieben Grüssen und einem zuckersüssen Lächeln. Sie lässt ausrichten der drink gehe auf sie. Nun ist wichtig sehr überrascht und sogar etwas verlegen zu wirken und Caipirinha Nr.2 trotzdem in isotonic Tempo zu leeren. ein paar schüchterne Blicke zur hübschen Spenderin, und weg ist er der Caipi.
 
Nun ist wichtig sich möglichst nicht anmerken zu lassen dass man schon ziemlich einen picken hat, denn weiter gehts, sie spendiert den nächsten drink, Cocktail Nr.3. die Augen drückts zwar schon ziemlich zsam, aber durchhalten und nur nicht runter vom Gas, hurtig weiterschlürfen. Der 3. hat es dann in sich, und es wird leider klar, so kann es nicht weitergehen, man möchte doch noch selbständig das Lokal verlassen können.

Die Bardame lässt nicht locker, zu sehr ist sie angetan vom immer auschweiferenden Lächeln des gut aussehenden Urlaubers. Für die Freundin und den Rainzn ist klar, jetzt hat er richtig einen pickn. Wenn die süsse Spenderin den nächsten Versuch startet bezüglich Cocktail nr.4 ist Handlungsbedarf angesagt.

Miit Müh und Not an die Bar gewankt, ihr klar gemacht dass, sollte das so weitergehn, er nicht mehr allein nachhause kommt. Leider versteht sie weder englisch noch deutsch, deutet zwar an dass sie ihn nach hause tragen würde, doch der brave Cocktailtrinker versteht nur Bahnhof.

Und dann ist die Geschichte schon zu Ende, man zahlt am Ende nur einen drink und lässt sich von seiner Freundin und Rainzn nach hause bringen, immer wieder beteuernd dass man überhaupt nichts dafür kann, und stellt fest dass es drei caipirinhas, getrunken in isotonic tempo, wirkich in sich haben.  (verfasst von Sylvii)






// Die unglaubliche Geschichte unseres Gepäcks

....begann bereits beim Packen in Wien.
In der Annahme samt Surfgepäck nur zweimal 25kg mitnehmen zu können und um mit dem radikalen Einpack-Redutionismus
des Christian B. mithalten zu können begann die erste schwierige Aufgabe für mich: was bitte nehm ich von meinen vielen
Lieblings-Sommersachen mit? Die Auswahl fiel mir schwer, doch schließlich gelang es mir mich auf ein Minimum zu reduzieren,
und ich war stolz.

Zumindest bis zu dem Zeitpunkt in Grieskirchen wo ich erfuhr dass wir eine zusätzliche Tasche mitnehmen können, jedoch alle
meine Lieblings-Sommersachen traurig in Wien geblieben waren und ich gar nichts mehr dabei hatte was ich zusätzllich hätte
einpacken können. Hätte ich das doch schon früher gewusst!

Und nun waren wir da, in El Yague, und  hatten gar kein Gepäck, weder unser Kitematerial noch meine mühsam ausgewählten
Anziehsachen. Wir wussten es war in Paris liegen geblieben und es sollte am nächsten Tag nach Porlamar nachkommen.
Doch war die Air France weder per mail noch per Telefon am nächsten Tag erreichbar, und auch am Flughafen von Porlamar war
keine Spur von unserem Gepäck, und der Gedanke an  Paris war somit nur ein schwacher Trost.

Am dritten Abend war es dann soweit, wieder einmal am FLughafen von Porlamar nahmen wir voll Freude unsere Taschen in
Empfang. Obwohl der Anblick meiner Tasche meine Freude etwas trübte, sie sah aus wie eines der zahlreichen Opfer der Spinne
Thekla, wie einmumifiziert und zerdepscht, winzig klein. Aber egal. Im Hotel stellten wir dann fest: alles da und alles heil.
Und wir waren froh. Und nachdem ich die letzten Tage mit nur einem shirt und einer short verbrachte, kamen mir  meine mühsam
ausgewählten Kleidungsstücke richtig viel vor. (verfasst von Sylvii)














// Wo ist nur der Wind?

Es gab einen gewissen Masterplan, der folgendermaßen aussah. erstens Sylvia so schnell wie nur möglich wieder zur Ihrer alten Performance am Board zu bringen.Zweitens den rainzen animieren dass er ebenfalls schnell selbständig im Meer herumtreiben kann. Erst dann konnte ich mir vorstellen mich selbst voll konzentriert auf meine Ziele zu stürzen.

Aber wie so oft kommt es anders als man denkt. Der Kite beach in El Yaque ist eigentlich in der Größenordnung eines beschnittenen nordnord von Podersdorf inklusive bei wenig Wind mit voller Windabschattung. Zweiters in der Weihnachtszeit bzw. Silvesterzeit so gut wie kein Platz zum entspanntem Aufbauen der Kites. Somit blieb es bisher bei einem zwei stündigen Wasserstehen und gegebenenfalls einem Höhekrabbeln für Sylvia. Eigentlich unvorstellbar, dass ich nun schon seit 26.12. erst maximal 15min am board stand und mein neues Board noch immer unbenutzt auf mich wartet.

Noch trostloser im Bezug auf das Kiten steht es derzeit um unseren Rainzn. Nach dem er bei seinem 14er Vegas aus bisher unerklärlichen Gründen die Fronttube zerstört hat, blieb es bei zwei oder drei Abflügen/Abtreiben in die Badezone des anliegenden Hotels. In Summe muß man Sylvia und Rainer leider im Anbetracht des "bisserl" Wind und der El Yaque Beach Situation von jeglicher Schuld freisprechen. Und für mich "vergiß den Masterplan".

Für mich selbst galt "life beginns at 10 knots", manchmal wäre es sicher gegangen, aber nach Rhodos und Kapstadt - nein danke!
(sollte es windtechnisch so weitergehen, kauf ich mir einen 16er Rebel und in Kärnten bekommt jemand gleichzeitig einen Lachanfall)

Um dem ganzen auszuweichen, ging es am 31.12. auf die Insel Coche, ein genialer Flachwasserspot. Doch blieb es an diesem Tag von 10h bis 17h beim Liegen, Lesen und Warten. Der Wind kam nur selten im Schnitt an die 9ktn. (Zitat: "ich glaub da war noch nie a Wind") Zum Abschluß des Tages zerstörte Rainer beim Ausladen vom Boot noch seine Digicam, scheinbar übernimmt er bei diesem Trip die Rolle von Lupo und schrottet seinen stuff.

Nun, um es nicht ganz so traurig wirken zu lassen, wir hatten es, "in den Zeiten wo gekitet worden wäre", sehr entspannt und an unserem sportlichen Trainingscamp Plan wurde sehr brav festgehalten. Keine Ahnung was passiert wäre, hätten wir keine Laufschuhe und keinen Fitnessraum im Hotel.














// Unser Jahreswechsel in El Yaque

Da uns der 31.Dezember wieder keinen Wind bescherte und wir auf diesen wartend auf der Isla Coche verbrachten konnten wir ausgeruht und voller Energie in den new year's eve starten. Dachten wir zumindest, doch das Nichstun und Warten kann anstrengender sein als ein erfüllter Kitetag, bemerkten wir nach einem leckeren Abendessen im Mobu und einem ersten, bzw. zweiten kühlen Bier. Christian's Versuch mit seinen spanisch Kenntnissen zu glänzen und ein Bier zu bestellen führte dazu dass ihm der verwunderte Kellner gleich zwei brachte. Das Resultat war ein besonders müder Christian, wobei der eine oder andere munkelte dass er nur wieder auf seinen altbewährten 3:1 Trick zurückgreifen wollte. (Annahme der Redaktion)

Anschließend landeten wir an unserer Strandbar neben der Kiteschule, im Sharks, wo wir auf unsere bereits gut gelaunten Windwartekollegen von Coche, Gerald und Christoph trafen. Die Party war dort schon voll im Gang, und ein etwas unglücklich schmeckender Cuba libre ließ unsere Lebensgeister etwas erwachen. Zumindest meine, Christian fragte weiterhin wie lang es noch bis Mitternacht dauert, und auch der Rainzn sah schon mal fiter aus...

Und da waren wir, am Strand, mit karibischer Musik, dem Rauschen des Meeres im Hintergrund, auf einem Liegestuhl gemütlich gemacht, entspannten Leuten,weiteren Caipirinhas, und ließen 2008 hinter aus, mit Feuerwerk und hübschen Venezuela Minkas. Und da wär der Rainzn ins Spiel gekommen, sie wollte und tanzte für ihn, und er näherte sich ihr, allerdings mit Zwergerlschritten rückwärts, wie schade!

Es war ein tolles Erlebnis, Silvester einmal anders, und feiern können sie, und die Bolonese gibt es anscheinend auf der ganzen Welt. (verfasst von Sylvii)











// Endlich Wind am 3. Jänner

Auf diesen Tag hatten wir gewartet, wie Kinder auf Weihnachten. Laut Windvorhersage sollten bereits vormittags etwa 18ktn über den Strand von El Yaque wehen. Doch scheinbar hat es auch der Wind in Venezuela bzw. Isla Margarita nicht mit Pünktlichkeit. So war der Vormittag gefüllt mit "on and off´s" und eben eines dieser off´s bescherte mir den ersten Rescue gegen Mittag. Scheinbar hinterläßt bereits die südamerikanische bzw. karibische Gelassenheit sogar bei mir deutliche Spuren. Nachdem der Rebel platt und invertiert am Wasser lag und ich mit einem Tempo einer treibenden Pepsi Dose zirka 1km vom Badestrand entfernt der Flut folgte, kam mir folgender entspannte Gedanke: "ich lieg da gschmeidig auf meinem board, der kite treibt bei siebenkomairgendwas Knoten 25m vor mir, Rescueboot nicht ins Sicht, das alles bei einer Wassertemperatur von  27 Grad, .... ma ist des mir wurscht. Gemütlich die Bar aufgerollt, zum Kite gesellt und ein wenig mit Ihm geplaudert: "ha, des is a oarschspot da, da hamma schon mehr spass ghabt mia zwa."

...und plötzlich: wie aus dem nichts, kommen da Sylvia und Rainzn mit einem Rescueboot daher. Sylvia mit Helm und Protectoren, wie wenn sie mich aus dem Gazastreifen befreien müßte, Rainzn kühn wie einst Mitch in Baywatch mit Rettungssprung aus dem Boot. Irgendwie doch schön wenn einem seine Freunde daran erinnern, dass eine solche Gemütlichkeit keine Sache von Dauer ist. Rein ins Boot und retour an den Strand.... (Wind kommt wieder auf..haha)

Obwohl Rainzn einer meiner Retter war, stand Ihm einige Stunden später dieses Boot nicht zur Verfügung. So Böse kann das Leben sein, aber lest selbst in dem Kapitel: Lass uns einen Rainzn machen oder Rainers Reise zum Pelikan Beach.

Später präsentierte sich der Wind von seiner zwar böigen aber gnädigen Seite und belohnte mich als Trainer und vor allem Sylvia mit sehr produktiven Wassereinheiten. So dauerte es keine 5min und Sylvia war bereits einen Wimpernschlag von Ihrer alten Mauritus Performance entfernt. (Da war sogar ich ein kleines bisschen überrascht...) Später kam sogar der neue 8er Rebel zum ersten Einsatz und erst als die Depower beinahe vollständig durchgezogen war, durfte ich noch einmal ran. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits lange im Wasser stand, und das Meerwasser langsam aber sicher meine Sonnencreme verspeist hatte, setzte es zum Abschluß noch den ersten Burner. Damit hatten wir gesamt gesehen alle eigentlich einen sehr effektiven Tag gehabt, wäre da nicht...


In den arabischen Ländern gibt es einen Auspruch der heißt: "Wo ist Harry?... Harry holt den Wagen"
(Übersetzung: "Harry ist irgendwo unten, aber sicher nicht mehr da, entweder er kommt per pedes oder mit automobil")


In den Karibischen Ländern gibt es seit heute auch einen Ausspruch und der heißt: "Lass uns einen Rainzn machen"
(Übersetzung: "ich bin mal kurz weg und komm vielleicht nie wieder")

Rainzn soll Euch nun seinen Nachmittag selbst beschreiben, ich war Gott sei Dank nicht dabei.... (verfasst von Cri)














// Quer über die Insel

Es schien wieder einer der windlosen Tage zu werden, und da lag es nahe einen trip über die Insel zu machen um auch mal was anderes zu sehen als unseren alten bekannten kitebeach. Wir waren uns einig ein Auto zu mieten, ein kleines günstiges, doch schon beim Warten am Budget Schalter gings mit Rainer und Christian durch: na, wir nehmen ein grösseres!

So war es dann, und wie zu erwarten schenkte ihm Christian nichts...Es fiel ihm auch nicht schwer sich an den südamerikanischen way of ride zu gewöhnen und so waren wir mir nichts dir nichts beim Nationalpark la restinga. Dort wechselten wir auf ein Boot, und mit lustigem Fahrer ging es durch die großen und kleinen Kanäle des Mangroven Dschungels, begleitet von so manchem Pelikan. Es war echt ein Erlebnis!

Next Stop war ein Strand im Norden der Insel, der Playa Caribe, der als der schönste Strand von Isla Margarita gilt, und das zu recht. Karibisch ist es dort, lädt ein zum sonnenbaden und planschen, deluxe. Rainer versank dort gleich im Liegestuhl, ich im Wasser. Und genau dort schafften wir es den absoluten Austern Rekord aufzustellen....niemand weiß mehr wie viele es waren, aber es war eine Unmenge, soviel ist klar, um die 100 Austernteile wurden von uns verspeist, die meisten gingen auf Christians Konto, aber auch Rainzn gab alles...Gut waren sie, wirklich sensationell. Hätten wir vielleicht vorher gewusst wieviel der Austernmann dafür will hätten wir etwas weniger gegessen, aber egal. Wir verstanden ihn nicht, er verstand uns nicht, aber es hat geschmeckt, und es waren viele!

Weiter ging es, nach Juangriego, zu Hans dem Griechen, zum schönsten Sonnenuntergang der Insel. Auf der Terrasse direkt am Meer, von einem Restaurant namens Brisas Marinas, genossen wir den Ausblick, sahen der Sonne zu wie sie hinter dem Hügel verschwand und vergnügten uns mit dem besten Fisch ever, auch wieder viel zu viel, aber wenn es so schmeckt...

Beim Zurückfahren übernahm dann Rainzn das Steuer unseres Automatikflitzers, aber keine Sorge, wir kamen an, und hatten wirklich einen schönen Tag quer über die Insel. (verfasst von sylvii)






























// ...Lass uns einen Rainzn machen




Nachdem Rainer bisher bespielslos eine spezielle Art des Lernens an den Tag legte war es Zeit für eine klare Bezeichnung seiner häufigen Urlaubstätigkeit. "Lass uns einen Rainzn machen" gleich bedeutend mit "ich bin mal kurz weg und komme vielleicht nicht/nie wieder" eine schöne Story dazu findet Ihr unter Rainzns Reisebericht. Die erweiterte Form dieser Tätigkeit heißt " Lass uns eine Rainzn machen und gleichzeitig einen Pulli stricken", wir empfehlen dies jedoch nur wenn Euch genügend Zeit zur Verfügung steht. (einen halbferigen Pullover seht ihr oben rechts)

// Der Abschluß


Wie eine Belohnung für die Windlosen Tage zeichneten sich die beiden letzten Tage auf der Isla Margarita ab. Laut den Wind und Wetter Prognosen, welche seit unserer Ankunft zumeist minus 2-3  Knoten immer gestimmt hatten, war an den beiden letzten Tagen mit dem Windmaximum zu rechnen. Laut Forecast sollte es am Nachmittag etwa 17-18ktn geben.

Am vorletzten Tag kam der Wind zwar wegen dem morgentlichen Regen mit einer Verspätung von zwei Stunden, aber der Rest war einfach grandios. Rainer´s Beitrag an diesem Tag war nach dem morgentlichen Einkaufsausflug nach Porlarmar nicht existent, da der Leinensalat von Vorgestern noch nicht bewältigt war. (Insider behaupten: es lag nur zu 40% an den Leinen und 60% Motivation und Chatsucht.

Am Letzten Tag ging es dann nochmals auf die Isla Coche mit dem besten Forecast unserer 3 WOchen. Pausen gab es an diesem Tag so gut wie keine. Entweder lag es an dem Durchfall den wir von den Pausensandwiches immer bekamen, oder war es die letzttägliche Motivation.

Rainer arbeitet endlich ohne Ausreden und ohne Ausweichen, Sylvia peitschte auf Coche den 6er, 8er und 10er Rebel und ich war mit unhooked Rotationen mehr als beschäftigt. Die wenigen Zerbörsterer waren aber für meine Kites nur halb so schlimm wie der einzige negativ Höhepunkt an diesem Tag.

Irgend so ein amerikanischer Kiteclown startete sein Kite, bzw versuchte es und machte einen 30m Abflug von der liegenden Frontube des 8er´s. Der 8er wurde natürlich mitgerissen und passierte uns wie ein vorbei fahrender Zug. Ich hörte Sylvia leise neben mir:" Du Christian,ich glaub des war unserer." Nachdem ich diesem Clown sagte, dass er den Schirm pecken kann wenn was kaputt ist, fiel im gleichen Moment seine Freundin über mich her, was ich nicht für ein Arschloch und sonst was sei. Mit einem großem Fragezeichen über meinem Kopf, in einer scheinbar verkehrten Welt der Amerikaner hörte ich weder ein "sorry" noch eine Einsicht. Um eine Explosion meinerseits zu verhindern ging ich meinen 8er checken und hatte großes Glück im Unglück.

Fünf Minuten später ging abermals ein Raunen über den Strand, da dieser Clown gleichzeitig 3! andere Kites am Meer vom Himmel holte und einiges an Material vernichtete.

Da es unser letzter Tag war, galt es nicht lange darüber nachzudenken und die letzten verbleibenden Stunden zu nutzen. Es gab noch ein phettes Fotoshooting und Weitenrekorde von Rainer, der sich nun definitiv "bald" als Kiter schimpfen darf! Auf eines darf er jedoch schon jetzt sehr stolz sein, ich kannte bisher keinen der das Kiten nur auf ablandigen Spots lernte.


...some have to go the hard way, which others wouldn´t even try!










// Sylvii und das Kiten

Die ersten Tage gab es noch etwas Angstschweiß, so lang ist es schon her, viel zu lang, wie konnte ich nur zwei Jahre vergehen lassen ohne zu kiten?

Doch dann ging es recht schnell, mein Profiprolokiter, der Christian, stand mir tapfer zur Stelle, trat sich wegen mir den einen oder andern Seeigel und Seestern Teil in seine Babypopo Fußsohle ein, und war zur Stelle und einfach da im Wasser bei mir.
Und es geschah, ich konnte starten, fahren, Höhe halten, und bald schon waren wir gemeinsam kitend am Wasser. Die Coolness fehlt mir noch etwas, aber das Feeling ist wieder da, das unglaubliche Feeling mit dem Kite den Wind und das Meer zu spüren. Meinen anfänglichen Pornostyle konnte ich zum Teil eliminieren und die Stunden vergingen, ich fuhr und fuhr und fuhr, und was soll ich sagen...Ich verlor jegliches Zeitgefühl, verspürte weder Hunger- noch Durstgefühl und hatte einfach nur Spass!!
Ich denke genau so ist das mit dem Kiten... (verfasst von Sylvii)









// Schlußwort und die Geschichte vom Sandkiter

Es gab noch keinen der seine Kites dermaßen versaute wie Rainer in den ersten Tagen. Folgte man den Sandspuren am Strand Richtung Festland, konnte man sicher sein, dass man bei Rainers Storage landen würde. Warum? Nunja, es gab sie eben, diese Tage wo nichts ging bzw gar nichts ging. Oder eben diese Tage an denen mit sehr viel Energie, Aufwand und Motivation zu wenig ging. Genau an diesen Tagen war das Euquipment von Rainer ein Spiegelbild seiner Emotionalität. Erst am letzten Tag offenbarte uns Claudia aus der Schweiz, ihre Gedanken zu Rainers Storageplatz...

"Was ischt das nur für eine Drecksau, der hier neben meinem Storageplatz sein Kite so versaut abstellt. Naß, voll Sand, reingequetscht. Was muß das für ein Mensch sein."

Den Abend ließen wir in dem derzeit besten Lokal (Mobu) mit Claudia und Sabrina ausklingen. Ob Rainer im Anbedracht der permenenten Schelte das Essen an diesem Abend genauso schmeckte wie mir hab ich nicht mehr erfragt, zu sehr war die Wirkung der letzten beiden Caipirinha Situations-beeinflußend. Zum Ausgleich der daraus entstandenen Imbalance im Universum übernahm Rainzn noch die Rechnung und "versuchte" ein Schweizer Hauptrechenzentrum in Gang zu bringen. Für jemand anderen hieß es zu später Stunde sogar "Die persönliche Karte von Sylvia Gehnböck wurde entfernt", was ein sehr schnelles Einschlafen bewirkte...aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Bei der Rückreise mußte wir unsere Schlagfrequenz vom Kitetag beibehalten, da sich alle Anschlußflüge (Porlamar - Caracas - Paris - München) bis zum letzten sich Aalglatt ausgingen. Mit anderen Worten wie gewohnt ein Chaos pur. Löblich jedoch erreichten wir mit 2h Verspätung mit der nächsten Maschine unseren Zielflughafen München.

Ein abschließender Dank gilt noch Gerald und Christoph, mit denen wir auch an den windlosen Tagen eine lustige Zeit verbrachten und einen Fotobericht vom Festland bekamen.

adios amigos!

Sylvia | Christian | Rainer

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// AF TrickTipps für den Venezuela Trip | Isla Maragrite e Coche

Reise:

  • nehmt ausreichend Bargeld mit, Visa wird zumeist nicht akzeptiert und der Bankomat gibt Euch nur einen Wechselkurs von knapp 3:1, am freien Markt bis zu 6:1
  • genügend Zeug um Euch gegen Moskitos zu wehren, Prophylaxe und Behandlung.
  • über Sonnencreme und Aftersun brauchen wir nicht weiter texten
  • klassische Regel mit Obst, Gemüse welches roh ist bzw. bereits händisch aufbereitet wurde.."don´t eat it, otherwise you`ll shit it"
  • folglich Darmpräparate mitnehmen (eine komplette Liste könnt Ihr von adrenaline-forever.com bekommen)
  • Spart beim Essen nicht mit Caipirinha bzw Caipiroska, die Kollegen sind sehr lustig und Killen Feinde
  • Alle Preise immer im vorhinein verhandeln (Fisch, Taxi usw.)
  • Leiht ein Auto und tankt einmal ohne Reue, um 1€ tankt man den Wagen voll! (in Worten: einen Euro)
  • Tourismusausflug sollte auf jeden Fall in den Nationalpark von La Restinge gemacht werden
  • Porlamar muß nicht gesehen werden, eigentlich nix wertvolles dort.
  • In Juangriego sollte Ihr einmal einen Sonnenuntergang beim Brisas Marinas mit Fisch genossen haben (saugut und saugünstig und sauviel)
  • Der Playa Caribe ist an windlosen Tagen sehr zu empfehlen, erinnert ein wenig an Le Morne (Mauritius)
  • Haltet Euch bei Ausflügen von vorbereiteten Sandwiches fern, die brachten uns zumeist Raketenstarts auf der Toilette.


Hotel:
Hotel Atti ist sehr nett, kostet jedoch ein wenig mehr. Jedoch mit Klima und Trainingsraum und sehr gutem Frühstück mit perfekter Aussicht. Casa Viento kostet weniger bietet auch weniger, ist aber auch ok.


Flug:
  • Abflug/Ankunft, plant genügend Zeit ein, in Venezuela ticken die Uhren südamerikanisch
  • Berechnet genug Zeit zwischen den internationalen und nationalen Flügen (andere Flughafen, Verspätungen, Anstellen bei jedem Schalter, Gepäckausgabe usw.)
  • leert eurer Geldbörsel nicht vor dem Check-in, es sind oft Taxen, Steuern, Zulagen usw. noch zu bezahlen
  • Gepäck wird definitiv nicht in Euer Hotel nachgeliefert sollte dies mit Euch nicht ankommen.


Kite:
  • Kitebeach Regeln: nicht existent, einfach akzeptieren und nicht wundern.
  • Isla Coche: bisserl weniger Wind als El yaque, Flachwasser mit hohem Spassfaktor. Sowie einer zweiten Seite wie Prasonisi.
  • Isla Cubaquna: waren wir leider nicht dort
  • La Restinga: Waren wir leider nicht dort, mind 20ktn in El Yaque notwendig,
  • El Yaque: definitiv kein Anfängerspot, Chaos im Startbereich sowie am Meer, irgendwie  fühlt sich der Spot wie die Lagune in Djerba an, nur er schmeckt besser. (und nicht vergessen einfacher gehts mit diesem Trick: folge dem "L")
  • Nix liegen lassen gilt auf der ganzen Welt, wobei es eigentlich hier niemals das Gefühl gab
  • Kitegrößen: Bow 12qm, 8qm. bzw mit meinem 16er Vegas hätten wir sehr viel Spass gehabt.





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